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1951

Ein Sprengstoffanschlag auf die sowjetische Vertretung in Tirana am 19. Februar löst eine erneute Säuberung innerhalb der Partei aus. Es werden 22 Menschen im Schnellverfahren hingerichtet.

Sowjetische Botschaft in Tirana | Quelle: privat

Die vermeintlich instabile Lage Albaniens nutzend, versucht der Westen Einfluss zu nehmen. Nicht wenige Agenten des amerikanischen und britischen Geheimdienstes versuchen 1951, einen antikommunistischen Widerstand zu organisieren. Durch den Verrat eines Doppelagenten werden sie von der albanischen Armee und dem Staatssicherheitsdienst „Sigurimi“ erwartet und verhaftet. So real die Konfrontation mit ausländischen Geheimdiensten im Kalten Krieg ist, von Hoxha wird sie zur eigenen Machtkonsolidierung gnadenlos instrumentalisiert.

Im März organisieren die beiden Katholiken Dom Zef Oroshi und Jak Perjaku in der Region von Mirdita einen Aufstand. Die massive Polizeipräsenz verhindert ein Gelingen. Oroshi gelingt rechtzeitig die Flucht nach Italien.
Als Antwort auf die Kampagne gegen die katholische Kirche in Albanien, beginnt Radio Vatikan am 3. Dezember 1951 mit der regelmäßigen Ausstrahlung eines albanisch-sprachigen Programms. Gründer der Albanien-Redaktion ist der Shkodraer Priester und Komponist Dom Zef Shestani, der bereits 1944 aus dem Land geflohen war.

Vor dem Hintergrund der III. Weltfestspiele der Jugend präsentiert die DDR ihre Kinderferienlager. Am „Hölzernen See“ (südlich von Berlin) gibt es das Ferienlager „Enver Hodscha“. Um sich den Weltfestspielen würdig zu erweisen, wird auch dieses zum „Zentralen Pionierferienlager“ ausgebaut und im Juli 1951 durch Parteifunktionäre eröffnet.

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Zeitungsausschnitt Neues Deutschland